Mittwoch, 20. November 2013

Technik zum Auflösen von Konflikten

Konfliktpartner besser verstehen und eigenes Verhalten anpassen


Diese Übung hilft Ihnen Ihre Konfliktpartner besser zu verstehen. Sie lernen mit dieser Technik kleine Feinheiten in Mimik, Gestik und Wortwahl besser einzuschätzen. Dadurch können Missverständnisse aufgedeckt und eigene, unklare Verhaltensweisen erkannt werden.

Welcher Person bringen Sie uneingeschränktes Vertrauen entgegen? Auf wessen Meinung würden Sie sich zu jeder Zeit verlassen? Wählen Sie eine Person aus. Es kann auch ein bereits verstorbener Mensch sein oder eine Person, der Sie nie begegnet sind. Von Jesus über Plato, bis hin zu Ihrem Universitätsprofessor, ist jede Person möglich. Nennen wir diesen Menschen Mediator. Der Mediator ist in unserem Fall gleichzusetzen mit einem unparteiischen, neutralen Schlichter bzw. Beobachter.

Beginnen Sie in Ihrer Meditation sich die Situation vorzustellen, zu der Sie gerne nähere Informationen hätten. Dabei bleiben Sie ganz bewusst zu Beginn in sich, dh. Sie beobachten Ihren Gegenüber. Versuchen Sie seine Körperhaltung und seine Mimik zu erkennen und zu analysieren.

Was strahlt er aus?
Wie fühlen Sie sich dabei?
Analysieren Sie Wortwahl und Tonfall. Hören Sie die Worte Ihres Gegenüber.
War es genau das, was er aussagen wollte?
Erkennen Sie Diskrepanzen zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation bei Ihrem Gesprächspartner?

Als nächstes wechseln Sie die Position. Übernehmen Sie die Rolle Ihres Konfliktpartners. Versetzen Sie sich ganz in seine Situation. Stellen Sie sich vor, Sie wären er. Sie werden erstaunt sein wie einfach das ist.
Sie sehen jetzt in Ihrer Meditation sich selbst vor sich. Sie sind im Körper des Gesprächspartners und beobachten nun die Mimik und Körperhaltung, die Sie selbst während des Gesprächs eingenommen hatten. Stellen Sie sich jetzt die gleichen Fragen, wie vor dem Perspektivenwechsel.
Lassen Sie sich Zeit und nehmen Sie die Eindrücke in Ruhe in sich auf.

Bei der nächsten Positionsänderung, versetzen Sie sich in die Person des Mediators. Übernehmen Sie ganz die Rolle des neutralen Beobachters und lassen Sie den Film nun aus dieser Perspektive ablaufen. Beobachten Sie beide Kontrahenten und lassen Sie Worte, Tonfall, Gestik und Mimik auf Sich wirken.

In dieser neutralen, fast schon allwissenden Position haben Sie den vollen Überblick und erkennen die Fehler, die von beiden Kontrahenten gemacht wurden. Finden Sie die Veränderungen des Verhaltens bei sich, die nötig gewesen wären um die Eskalation zu vermeiden.

Visualisieren Sie aus der Position des Mediators bei sich selbst ein neues Verhalten und beobachten Sie die Veränderung bei Ihrem Gesprächspartner. Verändern Sie Ihr Verhalten so lange, bis Sie mit dem daraus resultierenden Ergebnis bzw. Ablauf des Gespräches zufrieden sind. Sie haben jetzt, ähnlich einem Regisseur, dem Schauspieler (also Ihnen) solange Anweisungen gegeben, bis Ihr Verhalten hollywoodreif war.

Wechseln Sie jetzt erneut die Position und nehmen wieder Ihr eigenes visualisiertes Ich ein. Wie gefallen Ihnen die Veränderungen an Ihrer Ausstrahlung, die erwirkt wurden durch eine veränderte Körperhaltung, verbesserte Sprache und angemessene Mimik? Sind Sie damit einverstanden und erkennen Sie die daraus entstehenden besseren Resultate als nützlich an?

Dann betrachten Sie noch einmal die veränderte Situation aus den Augen Ihres Konfliktpartners. Hat auch er einen Gewinn aus dieser Veränderung?
Achten Sie darauf, dass beide beteiligten Personen gewinnen. Es nützt nichts, sich so zu verändern, dass Sie als alleiniger Sieger aus dem Gespräch hervor gehen. Nur wenn Ihr neues Verhalten zu einem Vorteil für beide Seiten führt, ist Ihr Verhalten nutzbringend und führt beim nächsten Aufeinandertreffen zur Deeskalation.

Wechseln Sie noch einmal die Position und gehen Sie erneut ins Ich. Stellen Sie sich jetzt ein neues, positiv verlaufendes Gespräch vor. Genießen Sie den harmonischen und erfolgreichen Verlauf und freuen Sie sich auf das kommende, stressfreie Zusammentreffen.

Sie haben soeben nicht nur Ihren Gesprächspartner besser kennen gelernt, sondern gleich noch ein neues Verhalten, eine neue Persönlichkeit in sich integriert.

Eventuell muss diese Übung mehrfach wiederholt werden (21 Tage, täglich einmal), damit sich das neue Verhaltensmuster im Unterbewusstsein festsetzt.


Kommentare:

  1. Darf ich mal nachfragen wieso eine sache der natur die schon vorhanden ist sie und viele andere sich daran so bereichern..klar jeder muss essen und trinken aber wieso soo viel?? sie verstehen etwas was die leute nich verstehen ..

    AntwortenLöschen
  2. Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht ganz, was Sie damit ausdrücken wollen. Coaching ist mein Beruf. Ich lebe davon Bücher zu schreiben, Seminare zu halten und Menschen zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden. Was ist daran nicht ok? Jeder tut das, was er am besten kann. Wenn es keinen Bedarf gäbe, wäre ich schon verhungert... bin ich aber nicht. Ich bereichere mich nicht, sondern tausche mein Wissen gegen Geld mit Menschen, die es nicht wissen und keinen Zugang zu ihrem Unterbewusstsein finden. Woran bereichern Sie sich? ;-)

    AntwortenLöschen