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Dienstag, 19. August 2014
das wichtigste aus der Glücksforschung Teil 4/5
Positive Emotionen lassen sich verstärken und aus dem Unterbewusstsein mehr ins Wach-Bewusstsein verlagern, sodass sie unser Glücksempfinden steigern. Die gute Emotion wird uns bewusster, überlagert negative Gefühle aus der Vergangenheit und fokussiert uns auf das Jetzt. Wir lernen das Jetzt mehr zu genießen und werden dadurch glücklicher.
Wir machen uns mit dieser Technik, in abgewandelter Form, die Erkenntnisse aus dem EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) von Dr. Francine Shapiro zu Nutze.
Schritt 1
Setzen Sie sich gerade hin, Beine parallel, Füße fest auf dem Boden. Legen Sie die Hände locker auf die Oberschenkel. Halten Sie den Kopf gerade und den Blick gerade aus.
Schließen Sie nun die Augen und rufen Sie eine positive, glückliche Emotion aus der Vergangenheit auf. Rufen Sie auch die mit dieser Emotion einhergehenden körperlichen Empfindungen auf und steigern Sie dieses angenehme Körpergefühl. Intensivieren Sie diese Bilder vor Ihrem geistigen Auge, lassen Sie die Farben leuchten. Wenn Sie das Gefühl ganz deutlich spüren, beginnen Sie damit dieses Bild mitsamt den Emotionen und Körpergefühlen einzuatmen.
Stellen Sie sich vor Sie könnten diese Emotion einatmen wie eine Energie, die sich mit jedem Atemzug mehr und mehr in Ihrem Körper verteilt. Machen Sie ca. 20 bewusste, intensive Atemzüge.
Schritt 2
Jetzt beginnt der zweite Teil der Übung:
Öffnen Sie nun die Augen und beschreiben Sie mit Ihren Augen eine liegende Acht. Der Kopf bleibt gerade und bewegt sich nicht mit. Achten Sie darauf, dass die Bewegung an der sich überkreuzenden Stelle nach oben zeigt.
Machen Sie diese liegende Acht langsam und bewusst. Nutzen Sie den vollen Radius Ihrer Augenbewegung und bleiben Sie bei der Konzentration auf Ihrem guten Gefühl. Geniessen Sie es.
Beschreiben Sie die Form etwa 20-30 mal mit den Augen. Sie können die Technik mehrmals am Tag, auch mit verschiedenen Emotionen anwenden.
Diese Technik sorgt dafür, dass positive Emotionen, Selbstvertrauen und angenehme Gefühle verstärkt werden.
Am besten auch dann üben, wenn …
Machen Sie diese Übung besonders dann, wenn es Ihnen gerade GUT geht! Dann wirkt Sie umso intensiver und erhält dieses Gefühl länger. Sie können dann in schwierigen Situationen leichter auf diese positive Emotion zurückgreifen und sich dadurch schneller und leichter aus dem Tal herausziehen.
Diese Übung erhöht bei regelmäßiger Anwendung Ihr Glücks-Level und verhindert dadurch, dass negative Gedanken und Emotionen die Oberhand gewinnen. Sie bleiben positiv und konzentriert und finden deshalb immer eine gute Lösung für das Problem.
Es sind die negativen Gedanken und Gefühle, die uns an Problemen scheitern lassen – nicht unser Mangel an Ressourcen. Davon haben wir genug. Wir können nur nicht darauf zugreifen.
Liebe Grüße
Thomas Pfitzer
Samstag, 28. Juni 2014
Das Wichtigste aus der Glücksforschung Teil 3 von 5
Das Wichtigste aus der Glücksforschung Teil 3
Glückstechnik – Positive Gedanken erhalten
Die
Techniken, die ich hier beschreibe, sind nur eine kleine Auswahl.
Sehr intensive Techniken kommen aus dem NLP, dem EMDR und der Hypnose
und lassen sich nicht allein bewerkstelligen.
Glücklich
sein ist auf Dauer ein sehr schwieriges Unterfangen, da unser Gehirn
mit dem Ausstoß glückbringender Hormone und Neurotransmitter
aufhört, sobald es uns besser geht. Zudem entsteht ein
Gewöhnungseffekt und das, was uns kurzzeitig glücklich machte,
verliert an Bedeutung.
Das
ist auch der Grund, warum Untersuchungen bei Lottogewinnern zeigten,
dass diese etwa 3 Monate lang euphorisch waren und nach einem Jahr
bereits ihr Glücksempfinden wieder als normal einschätzten. Es ging
ihnen genauso gut oder schlecht wie vor dem Lotteriegewinn.
Glücklichsein
ist ein Gefühl an dem man kontinuierlich arbeiten muss. Dieser
Zustand muss durch Übungen erhalten werden. Unser Gehirn ist leider
nicht für das Empfinden dauerhaften Glücks geschaffen. Wir müssen
uns ständig neu zum Glück motivieren.
Eine
sehr gute und einfache Übung dazu ist die folgende Technik.
Zur
Vorbereitung erstellen wir uns einige Listen.
- Erstellen Sie eine Liste aller Dinge, die Sie gut können.
- Erstellen Sie eine Liste aller Dinge, die Sie schon erreicht haben.
- Erstellen Sie eine Liste aller Dinge, die Sie gut an sich finden.
- Erstellen Sie eine Liste aller Dinge, die andere an Ihnen gut finden.
Schreiben
Sie alles auf was Sie können. Alle Fähigkeiten, die Ihnen
einfallen. Dazu gehört auch Lesen und Schreiben usw. (bei 2
Millionen Analphabeten in der BRD ist schreiben können nicht
alltäglich) Autofahren, gut zuhören können und ähnliches gehören
auch dazu. Machen Sie eine vollständige Liste.
Stellen
Sie sich folgende Fragen:
- Welche Fähigkeiten und Anstrengungen waren nötig um diese Ressourcen, dieses Können zu entwickeln?
- Welche dieser Ressourcen können Ihnen bei der Bewältigung eines Problems jetzt nützlich sein?
- Wo haben Sie bei ähnlichen Themen schon bewiesen, dass Sie es können?
Bei
der Beantwortung dieser Fragen werden Ihnen weitere Ressourcen
einfallen und die ersten positiven, motivierenden Gedanken werden
auftauchen. Formen Sie nun die Liste der Fähigkeiten in Sätze um,
die mit „Ich bin", „Ich habe" oder „Ich kann"
beginnen. Sortieren Sie diese Sätze, bzw. suchen Sie sich die
stärksten und mächtigsten aus.
Mit
diesen Sätzen können Sie sich nun täglich ein paar Minuten lang
selbst motivieren und Ihrem Unterbewusstsein klar machen, dass es
einen guten Grund gibt glücklich zu sein. Ihr Unterbewusstsein muss
immer wieder daran erinnert werden, was Sie alles können und wozu
Sie fähig sind. Das gestärkte Selbstwertgefühl, welches durch
diese Übung entsteht, wird Ihnen helfen Ihre Probleme in Zukunft als
leicht lösbar zu erkennen. Sie werden sich weniger Sorgen machen und
dadurch glücklicher werden.
Klopfen
Sie diese Punkte und wiederholen Sie dabei einen Ihrer Sätze.
1
oberhalb, zwischen den Augenbrauen
2
über der Oberlippe
3
zwischen Kinn und Unterlippe
4
Thymusdrüse
Machen
Sie pro Satz mindestens drei Durchgänge. Bearbeiten Sie pro Tag
mindestens 2-3 Sätze, gerne auch mehr. Dazu benötigen Sie nur
wenige Minuten täglich. Der Effekt ist enorm im Vergleich zum
Zeitaufwand. Sie können dafür z.B. die Werbepausen im Fernsehen
nutzen.
Viel
Erfolg und liebe Grüße
Ihr
Thomas
Pfitzer
Donnerstag, 12. Juni 2014
Glücksemotionen Teil 2/5
Das Wichtigste aus der Glücksforschung Teil 2
Es
gibt einige Tätigkeiten, die unser Glücksempfinden mehr oder
weniger stark beeinflussen. Sex steht ganz oben auf der Liste der
Glücklichmacher, Arbeit dagegen gehört eher zu den Schlusslichtern.
Wer hätte das gedacht?!
Heiraten
macht durchschnittlich lediglich zwei Jahre lang glücklich, dann
holt uns anscheinend die Realität ein oder wie so oft sorgt der
Gewöhnungseffekt für ein starkes Abflachen unserer Bemühungen und
wir versuchen den Partner zu ändern. Das ist aber nicht wirklich
möglich. Zumindest nicht ohne Folgen.
Eines
der erstaunlichsten Ergebnisse: Probanden mit Krebserkrankungen waren
mit ihrem Leben nicht unzufriedener als die Gesunden. Liebevolle
Beziehungen machen zwar glücklich, aber Patienten, die durch
übertriebene Fürsorge ihres Partners in ihrer Krankheit bestärkt
wurden, empfanden ihre Schmerzen stärker als Patienten ohne
intensive familiäre Betreuung. Hier erkennt man das Gesetz der
Fokussierung wieder.
Welche
Tipps geben uns Hirnforscher jetzt also mit auf den Weg um
glücklicher zu sein?
Herausforderungen
meistern: Hürden nicht aus dem Weg gehen, denn es macht glücklich
Herausforderungen zu meistern. Wer sich nicht fordert, hat weniger
Glücksmomente und weniger Selbstbewusstsein.
Fernseher
ausschalten: Fernsehen schadet der guten Laune und macht nicht
glücklich. Mit zunehmender Zahl an Fernsehprogrammen nimmt das
Wohlbefinden ab.
Sport
treiben: Sport – besonders im Freien – ist Gift für die
schlechte Laune. Der Körper schüttet bei Bewegung die Glücksstoffe
Serotonin und Endorphin aus. Studien belegen, dass ein Waldlauf gegen
Niedergeschlagenheit genauso helfen kann wie Psychopharmaka.
Man
muss kein Genie sein: Ein hoher IQ macht nicht glücklicher, da
klügere Leute zu höheren Erwartungen neigen, was die
Lebenszufriedenheit mindert.
Nicht
vergleichen: Wer sein Aussehen mit dem anderer vergleicht macht sich
unglücklich.
Besonders der Vergleich mit gebotoxten und gelifteten Filmstars und Fotomodellen trägt nicht zum Glücklichsein bei.
Besonders der Vergleich mit gebotoxten und gelifteten Filmstars und Fotomodellen trägt nicht zum Glücklichsein bei.
Glaube
an etwas: Religiosität oder der Glaube an ein anderes System erzeugt
Vertrauen, gibt dem Leben einen höheren Sinn und reduziert das
Gefühl von Einsamkeit.
Soziales
Engagement: Die Glücksforschung beweist, dass Freiwilligenarbeit und
Tätigkeiten in sozialen Organisationen und Hilfswerken glücklich
macht.
Weg
vom Luxus – hin zu wirklich wichtigen Dingen: Luxus macht genauso
wenig glücklich wie Geld. Die Erwartungen zu senken ist daher ein
effektiver Weg, die Lebenszufriedenheit zu erhöhen.
Freundschaften
pflegen: Soziale Beziehungen tragen wesentlich zur
Lebenszufriedenheit bei.
Gemeinsame Weiterentwicklung: Für dauerhafte Zufriedenheit spielen Wachstum bzw. Weiterentwicklung eine wesentliche Rolle. In der Partnerschaft heißt das, eine gemeinsame, in die gleiche Richtung laufende geistige Weiterentwicklung erhöht das Glücksgefühl und festigt die Beziehung.
Welche
Freizeitaktivitäten machen glücklich?
Absoluter
Spitzenreiter bei den Glücksaktivitäten ist Tanzen, vermutlich
durch die Kombination von Bewegung und Körperkontakt. Weitere
Aktivitäten, die häufig Glücksgefühle hervorrufen sind:
ehrenamtliche Tätigkeiten, Musik machen, religiös oder spirituell
aktiv zu sein, sich mit Freunden treffen oder Sport treiben.
Am
schlechtesten bei den glückserzeugenden Beschäftigungen schneiden
Politik, Ausruhen, Fernsehen und Radio hören ab.
Jeder
Mensch hat ein individuelles Motivationsprofil,
durch das er sich von anderen unterscheidet. Wenn Sie sich stets
bewusst sind, welche Motivatoren Ihnen am wichtigsten sind und Sie
sich auf diese konzentrieren, werden Sie am ehesten das sogenannte
Werteglück erfahren, das unserem Leben Sinn gibt.
Jeder
Mensch hat seine ganz persönliche Glücksformel. Fasst man die
Erkenntnisse der Glücksforschung allerdings zusammen, kann man
dennoch einige allgemeine Empfehlungen geben, die aber gewiss nicht
für jeden Menschen immer Gültigkeit haben:
Beziehungen
zu den PASSENDEN Menschen sind wichtig.
Setzen
Sie sich realistische und nutzbringende Ziele. Voraussetzung
dafür ist die Kenntnis der inneren Werte.
Konzentrieren
Sie sich auf das Wesentliche. In den westlichen Industrieländern
sind die Möglichkeiten, das eigene Leben zu gestalten, fast
unbegrenzt. Man garantiert uns schon in der Werbung täglich
sofortige Bedürfnisbefriedigung. Als Folge davon entsteht in uns die
Unfähigkeit, Freude empfinden oder genießen zu können.
Die
Gegenstrategie lautet: Nicht wahllos konsumieren, den Genuss besser
kontrollieren, sich auf das Wesentliche konzentrieren, sich der
Dauerberieselung durch die Medien und besonders durch die Werbung
entziehen.
Fordern
Sie sich bei der Arbeit und bei Ihren Freizeitaktivitäten. Das
Ausreizen der eigenen Talente und Fähigkeiten führt zu Stolz auf
die eigene Leistung und steigert das Selbstwertgefühl.
Üben
Sie sich in Gelassenheit. Das ist leichter gesagt als getan, aber
Meditationsübungen werden Ihnen dabei helfen. Das Glück lässt sich
nicht erzwingen. Verzichten und Aufschieben können, sich nicht
unablässig als Nabel der Welt sehen führt zu mehr Glück. Glück
bedeutet, nicht von sich selbst besessen zu sein. Nutzen Sie auch die
Klopfübung „Auflösen von Blockaden"
(http://mymonk.de/wie-man-leid-aufloesen-kann-eine-uebung-v-thomas-pfitzer/)
um Gelassenheit zu erreichen, indem Sie Ihre Verkrampftheit, Hektik
usw. anerkennen, lieben, auflösen, verzeihen und loslassen.
Genießen
Sie den Augenblick. Achtsamkeit und volle Konzentration auf das, was
gerade passiert, ganz bei der Sache bleiben, ohne dabei an etwas
anderes zu denken erzeugt Glück. Im Zusammenhang mit Glück stößt
man immer wieder auf den Begriff Achtsamkeit.
Achtsamkeit macht glücklich
Achtsam
sein bedeutet, innere und äußere Vorgänge mit ungeteilter,
entspannter Aufmerksamkeit zu beobachten und das ganze Bild aus
verschiedenen Perspektiven wertneutral aufzunehmen. Dabei basiert
Achtsamkeit auf den folgenden vier Voraussetzungen:
Über-Bewusstheit:
Wir verlieren uns nicht in einer Tätigkeit, sondern sind uns
bewusst, dass wir etwas Bestimmtes tun.
Konzentrierte,
positive Fokussierung: Unsere Wahrnehmung wird nicht
beeinträchtigt durch Grübeleien, Zukunftssorgen, negative
Vorannahmen, Gefühle oder andere Störungen.
Neutralität:
Wir beurteilen oder bewerten nicht. Was wir wahrnehmen wird nicht
durch unsere Vorurteile oder Erfahrungen begriffen, sondern als ein
neutrales Ereignis registriert. Wir beobachten ohne Gefühle,
Wertungen und Befürchtungen einzubeziehen.
Perspektivenwechsel:
Wir machen uns jederzeit klar, dass unsere Sichtweise falsch oder
unvollständig sein kann. Wir wechseln sofort die Perspektive und
betrachten die Situation aus dem Blickwinkel unseres Gegenüber.
Achtsam
sind wir nicht, wenn wir mehrere Dinge gleichzeitig oder automatisch
und gedankenlos tun. Multitasking ist das Schlimmste was man tun
kann. Eingefahrene Gewohnheiten und Lösungswege, die immer nur aus
einer Quelle stammen und stets nach dem gleichen Muster verlaufen,
entspringen auch nicht dem Zustand der Achtsamkeit.
Wenn
wir so handeln und entscheiden, vergeben wir die Chance auf
Veränderung. Wir sind nicht wirklich präsent, wenn wir glauben
etwas schon zu wissen. Wir handeln dann nur nach den gleichen
eingefahrenen und anerzogenen Mustern. Man könnte es Sturheit
nennen.
Vermeidungsmotivation – Zielmotivation
Vermeidungsmotivationen
wirken im Gehirn des Menschen etwa zehn Mal stärker als die
positive Zielmotivationen. Das gilt auch im Bezug auf die Einsparung
von Körperenergie.
Die
Natur hat das sinnvoll eingerichtet, sonst würde ein Sportler
trainieren bis er tot umfällt. Die Vermeidungsmotivation beendet das
Training, um uns vor dem Aufbrauchen unserer Energieressourcen zu
schützen.
Das
Energiesparsystem erledigt somit einen wichtigen Job. Das menschliche
Nervensystem ist ein Gleichgewichtssystem aus dem aktiven Sympathikus
und dem bremsenden Parasympathikus. Die Beiden werden in unserem
Nervensystem immer gleichzeitig betätigt, und das ist für uns
lebenswichtig, sonst würden wir mit keiner Tätigkeit aufhören und
diese Überaktivität könnte zum Tod führen.
Problematisch
ist hier nur die Tatsache, dass wir auch mit absolut sinnvollen
Tätigkeiten, wie z.B. der Meditation und Selbstcoachingübungen
aufhören, sobald es uns besser geht. Die Vermeidungsmotivation
gaukelt uns vor, dass wir aufhören können, da es uns ja jetzt gut
geht. Leider geht es uns nur solange gut, solange wir die Übungen
regelmäßig machen.
Glücksgefühle
müssen immer wieder aufs neue aufgerufen und erarbeitet werden. Sie
bleiben leider nicht von allein erhalten. Alles woran sich der Mensch
gewöhnt, macht ihn nicht mehr glücklich.
Untersuchungen
haben gezeigt: Wer Lebensqualität durch Trainingsmethoden verbessert
hat, hörte nach wenigen Wochen wieder damit auf.
Hat
sich die Lebensqualität dann wieder verschlechtert, suchten die
Testteilnehmer nach neuen Methoden, anstatt ihre bereits bewährten
Techniken erneut anzuwenden. Als man sie fragte warum sie eine neue
Methode suchen, erklärten sie zur Überraschung der Versuchsleiter,
dass die vorherige Technik nicht so richtig funktioniert hätte.
Es
ist also von entscheidender Bedeutung die Glückstechniken regelmäßig
anzuwenden, da unser Gehirn leider nicht dafür geschaffen ist
dauerhafte Glücksgefühle zu erzeugen. Die Vermeidungsmotivation als
Energiesparer und der Gewöhnungseffekt versuchen uns vom ständigen
Training abzuhalten.
Das
ist der Unterschied zu den Stress reduzierenden Übungen. Wenn die
Blockade erst einmal gelöst ist, muss die Übung nicht mehr gemacht
werden.
So,
genug Theorie. Im dritten Teil beginnen wir mit einigen praktischen
Übungen. Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und eine schöne
Zeit. Fragen beantworte ich gerne per Mail.
Ihr
Thomas
Pfitzer
Sonntag, 11. Mai 2014
Mehr Glück erleben Teil 1/5
Glücklich sein - Das Wichtigste aus der Glücksforschung Teil 1
Unsere
Kultur hat ein Denken etabliert, dass man kurz so zusammenfassen
kann: Schöne Lebensumstände machen glücklich. Diese Philosophie
haben Menschen entwickelt, die uns etwas verkaufen möchten was
angeblich zu unserem Glück beiträgt. Autos, Möbel, teure Reisen,
Flachbildfernseher und 99 Programme plus Pay-TV.
Wie
Sie gleich erfahren werden, sind das genau die Dinge, die kein Mensch
braucht um glücklich zu sein.
Wir
machen also unser inneres Glück von den äußeren Umständen
abhängig. In Wirklichkeit ist es jedoch umgekehrt. Die Umstände
sind von unserem Inneren abhängig, von unserem Denken und unseren
Empfindungen.
Wenn Sie Angst haben, dass bestimmte Ereignisse in Ihr Leben treten könnten, werden Sie diese Angst widerspiegeln. Sie fokussieren sich auf Angst einflößende Situationen und nehmen Sie ganz intensiv und bewusst wahr. Sie ziehen damit diese Ereignisse an, die Ihnen erneut Angst machen. Das Gleiche gilt für Ihre Sorgen. Sorgen ziehen Ereignisse an, die Ihnen Grund zur Sorge geben.
Mangeleinstellungen
sind besonders schlimm. Auch ein Grund warum „Bestellungen beim
Universum" nicht wirklich eine gute Idee sind. Denn Ihre
Bestellung entsteht aus einem Mangel. Wenn Sie sich einen Partner
wünschen, dann doch nur weil Sie gerade keinen haben und einsam
sind. Also ist die Emotion, die hinter Ihrer Bestellung liegt
„Einsamkeit." Damit fokussieren Sie sich auf Ihren Mangel und
er wird Ihnen dadurch nur noch mehr bewusst. Sie strahlen dann genau
diese Einsamkeit aus und wirken dadurch nicht gerade anziehend auf
andere.
Besonders tragisch wird es, wenn Sie sich machtlos fühlen. Machtlosigkeit erzeugt die negativsten Realitäten in Ihrem Unterbewusstsein. Wenn Sie das Gefühl der Machtlosigkeit haben, befinden Sie sich in der Opferebene. In dieser Ebene gibt es keine Weiterentwicklung. Sie müssen diese Ebene sofort verlassen, indem Sie sich Situationen vor Augen führen, in denen Sie erfolgreich und wirksam gehandelt haben. Hier haben Sie bewiesen, dass Sie nicht machtlos sind. Übertragen Sie diese Denk- und Handlungsweise auf Ihre Problemsituation und verlassen Sie die Opferebene indem Sie handeln.
Die
Emotion der Machtlosigkeit zieht Ereignisse und Umstände an, durch
die wir uns erneut machtlos fühlen.
Die
nachfolgende kurze Zusammenfassung einiger Ergebnisse aus dem Bereich
der Glücksforschung verdeutlicht, dass es nicht einfach ist
glücklich zu sein. Es ist etwas an dem wir kontinuierlich arbeiten
müssen. Das Glücksempfinden ist leider nicht von Dauer.
Glück
entsteht in einem Teil des Gehirns, im limbischen System, das
auch das „emotionale Gehirn" genannt wird. Das Glücksgefühl
ist individuell und setzt sich daher auch bei jedem Menschen aus
einem ganz speziellen Cocktail von Neurotransmittern und Hormonen
zusammen.
Wozu
ist die Glücksemotion gut?
Das
Glücksgefühl fördert die psychische und physische Gesundheit,
sowie kognitive Fähigkeiten, Flexibilität und Kreativität. Wir
lernen leichter wenn wir glücklich sind und handeln auch
moralischer. Glück und das Gefühl der Zufriedenheit begünstigen
beruflichen Erfolg, fördern das Engagement im Job und erhöhen die
Produktivität. Glücksemotionen optimieren Denk- und
Verhaltensweisen und führen zu positiven Wahrnehmungen. Dadurch
grübeln wir weniger über Probleme, wodurch wiederum das Erleben von
Glück gefördert wird.
Glückliche
Menschen haben ein aktiveres leben, was besonders im Alter von großer
Bedeutung ist. Glück erzeugt eine höhere Bewusstheit, mehr
Sensibilität und Offenheit für die Realität. Glückliche Menschen
sind empathischer und sozial engagierter. Glück sorgt für eine
positive Ausstrahlung und hat eine identitätsstützende Wirkung auf
die gesamte Persönlichkeit.
Alles
was Menschen auf dem Sterbebett bedauern, hat mit persönlichem
Lebensglück zu tun. Am häufigsten bedauern Sterbende, dass Sie ihr
Leben nicht nach ihren eigenen Wünschen, Werten und Zielen gelebt
haben, sondern zu sehr nach den Wünschen und Erwartungen anderer.
Hier
noch einmal die am häufigsten genannten Versäumnisse, die bei
dieser Untersuchung von Menschen im Sterbebett genannt wurden:
- Ich hätte meine Gefühle besser ausdrücken sollen.
- Ich hätte mich mehr um meine Freunde kümmern sollen.
- Ich wünschte ich hätte weniger gearbeitet.
- Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.
Anscheinend
ist es wohl so, dass man herausfinden muss, wofür das eigene Herz
schlägt; ohne Rücksicht auf die Forderungen von Familie und Umwelt.
Erfolg
und Glück entstehen durch Leidenschaften, die man auslebt.
Geld
allein macht, nach Aussage vieler Glücksforscher nicht
glücklich. Ab einem Pro-Kopf-Einkommen von mehr als rund 13.900 Euro
hat die Einkommenshöhe keinen entscheidenden Einfluss mehr auf das
Glücksempfinden. Nur in sehr armen Ländern sei der
Einkommenszuwachs ein maßgeblicher Überlebens- und Glücksfaktor.
Lotteriemillionäre
waren einer Studie zufolge drei Monate lang glücklicher als vorher,
dann fielen sie wieder auf ihr ursprüngliches Glücksniveau ab und
unterschieden sich nicht mehr von Nichtgewinnern. Untersuchungen
ergaben, dass Geld durch einen Lottogewinn zu Enttäuschungen führt,
da die Erfüllung materieller Wünsche weder Erleichterung noch
seelischen Frieden zur Folge hat. Noch nicht einmal das Gefühl von
Sicherheit konnte festgestellt werden. Die Angst, das gewonnene Geld
durch Inflation, Aktieneinbrüche und ähnliches zu verlieren, stellt
sich nach geraumer Zeit ein. Das alles führte bei einigen sogar zu
Depressionen.
Fortschritts-paradox
ist die Bezeichnung der Forscher für die ständige Suche nach mehr
Glück und Wohlstand. Dem Menschen fehlt die Fähigkeit Zufriedenheit
aus dem Erreichten zu ziehen. Mit zunehmenden Wohlstand steigt die
Erwartungshaltung, was die Fähigkeit Glück zu empfinden verringert.
Unser
Glück ist nur in so weit von unseren Lebensumständen abhängig, wie
es um unser Überleben geht. Sobald wir alles haben, was wir zum
reinen Überleben benötigen, haben wir alle Lebensumstände
erreicht, die für das Glücklichsein von AUSSEN erforderlich sind.
Alles weitere Glücksempfinden kann nur von innen kommen. Es ist
NICHT möglich dauerhaft glücklich zu werden indem man seine
Lebensumstände verbessert.
Menschen
erleben Glücksgefühle besonders dann, wenn sie nicht bewusst danach
streben, das bedeutet, wenn etwas überraschender Weise besser ist
als man es erwartet hat. In diesem Moment werden endogene Opioide im
Gehirn ausgeschüttet, die das Glücksgefühl erzeugen.
Es
ist nicht möglich dauerhaft glücklich zu werden, indem man seine
Lebensumstände, wie Wohnung, Job, Gehalt, Hobby, Partner, Auto usw.
verbessert. Aus neurologischen Gründen kann dieser Versuch nicht
funktionieren, da Glücksempfindungen nur dann von unseren
Lebensumständen abhängig ist, wenn es um unser Überleben geht.
Im
zweiten Teil geht es weiter mit Tätigkeiten, die unser
Glücksempfinden positiv beeinflussen.
Die
folgenden 4 Teile zu diesem Thema beinhalten, nach etwas Theorie, 4
Techniken zur Verstärkung der persönlichen Glücksempfindungen. Bis
dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit.
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Sonntag, 20. April 2014
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