Blogs zum Themengebiet Persönlichkeitsentwicklung, Meditation, Huna, Stress, Burnout, Prüfungsangst, Kommunikationsangst, Gehirnforschung, EMDR, Wingwave, Psychologie, NLP, Glücksforschung usw.
Sonntag, 24. Februar 2013
Donnerstag, 21. Februar 2013
Mittwoch, 13. Februar 2013
Meditation und Gehirnforschung
Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Untersuchungsergebnisse verdeutlicht welche vielfältigen Verbesserungen ein regelmäßiges meditieren mit sich bringt.
Warum CDs und Bücher zum Thema Gehirnjogging rausgeworfenes Geld sind:
Regelmäßiger Denksport macht nach Ansicht britischer Forscher niemanden schlauer. Die Erfolge beim Gehirntraining ließen sich nicht auf andere Bereiche und Aufgaben übertragen. Darauf spezialisierte Computerprogramme und Bücher sind Verkaufsschlager, doch eine gemeinsame Studie der britischen Cambridge Universität und der BBC wirft Zweifel am Nutzen der Übungen auf.
An der Studie hatten knapp 11.500 Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren teilgenommen. Sie mussten sechs Wochen lang Übungen auf der Wissenschafts-Internetseite der BBC absolvieren. Dabei trainierten sie unter anderem logisches Denken, Gedächtnis, räumliches Sehvermögen und Konzentrationsfähigkeit.
Die Gehirnfunktion wurde vor und nach dem Training bewertet. Es zeigte sich, dass sich die dabei erzielten Erfolge nicht auf andere mentale Bereiche übertragen ließen. Die Testpersonen konnten zwar ihre Leistung bei den speziellen Spielen verbessern, bei Aufgaben, die sie nicht trainiert hatten, wurden sie allerdings nicht besser. Das galt auch für Spiele, die den ursprünglichen ähnlich waren.
Die Gehirnfunktion wurde vor und nach dem Training bewertet. Es zeigte sich, dass sich die dabei erzielten Erfolge nicht auf andere mentale Bereiche übertragen ließen. Die Testpersonen konnten zwar ihre Leistung bei den speziellen Spielen verbessern, bei Aufgaben, die sie nicht trainiert hatten, wurden sie allerdings nicht besser. Das galt auch für Spiele, die den ursprünglichen ähnlich waren.
Eine weitaus bessere Methode die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu steigern fand Dr. Born. Er erforschte an der Universität Lübeck den Zusammenhang zwischen Schlaf und Gedächtnis. Dabei konnte er zeigen, dass durch intensive Tiefschlafphasen die Gedächtnisinhalte besser in den Langzeitspeicher des Gehirns übertragen werden.
Wenn man nach dem Lernen regelmäßig Mittagsschlaf hält, wird sich dadurch die Lernleistung längerfristig deutlich verbessern.
Lernleistung lässt sich steigern, indem man im Anschluss an das Lernen eine kurze Schlafpause anhängt.
Lernleistung lässt sich steigern, indem man im Anschluss an das Lernen eine kurze Schlafpause anhängt.
20 Minuten Meditation
Schon vier Tage jeweils 20-minütiges meditatives Training genügen, um kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Konzentration deutlich zu verbessern. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung mit Meditierenden.
Ein Begriff der im Zusammenhang mit der Hirnforschung immer wieder auftaucht ist „Neuroplastizität." Studien hatten bereits gezeigt, dass regelmäßige Meditationen nicht nur die Aufmerksamkeit und Konzentration langfristig schult, sondern sogar zu sichtbaren Änderungen in den dafür zuständigen Hirnregionen führen.
Meditative Praxis hat Einfluss auf die Hirnphysiologie und –Anatomie wie im Grunde auch jedes konstante Lernen, z.b. das Erlernen einer Sprache oder eines Instruments. Die Hirnforschung spricht von Neuroplastizität, das bedeutet: das Gehirn, ebenso wie der übrige Körper ist in ständiger Umformung. Bestehende Verschaltungen und Synapsenverbindungen verstärken sich, andere verkleinern sich oder verschwinden je nachdem ob sie regelmäßig verwendet werden oder nicht. Das bedeutet, dass sich unser Gehirn physisch verändert wenn wir denken, lernen und meditieren.
Neuronale Bahnen entstehen bei Lernprozessen. Sie verstärken sich wenn die Gedanken wiederholt werden und lösen sich auf wenn das Gelernte nicht genutzt wird.
Fadel Zeidan, Forscher an der Wake Forest University School of Medicine in Winston-Salem, fand heraus, dass sich regelmäßige Meditation positiv auf die verschiedensten Bereiche des menschlichen Lebens und Arbeitens auswirkt. Zusammenfassend ergaben seine Forschungen, dass Meditation folgende Aspekte fördert bzw. verbessert:
- die Stimmungslage
- die Gedächtnisleistung
- die visuelle Aufmerksamkeit
- die Konzentrationsfähigkeit
- die kognitiven Fähigkeiten
Ebenso führt Meditation zu einer Verminderung von Angstgefühlen und Müdigkeit und steigert die Fähigkeit zur räumlich-visuellen Wahrnehmung.
Besonders deutliche Leistungssteigerungen zeigte die Meditationsgruppe im Vergleich zu der Gruppe der Nichtmeditierenden bei allen kognitiven Tests, die unter Zeitdruck durchgeführt wurden und somit mit Stress verbunden waren.
Meditation hilft in Stresssituationen sicher auf das Gelernte zugreifen zu können. Meditation reduziert Stressreaktionen.
Meditation hilft in Stresssituationen sicher auf das Gelernte zugreifen zu können. Meditation reduziert Stressreaktionen.
Eine Studie der Universität Yale in New Haven (USA), befasste sich explizit mit dem Thema Emotionen und fand heraus, dass Meditierende Gefühle wie Zorn und Ärger besser regulieren können. Das ist uns zwar allen irgendwie schon lange bewusst gewesen, aber der wissenschaftliche Beweis hat wohl noch gefehlt um es offiziell zu machen.
Meditation hilft bei der Regulierung negativer Emotionen.
Körperbeherrschung
Herbert Benson, Kardiologe an der Harvard Medicine School untersuchte Mönche, die eine Meditation beherrschen, die sich TUMO nennt. Dem Meditierenden werden bei Temperaturen um 3 Grad Celsius nasse Handtücher auf den nackten Oberkörper gelegt, die er durch eine signifikante Erhöhung seiner Körpertemperatur trocknet. Zur Nachahmung ist das allerdings nicht empfohlen. Es sollte nur als Beispiel dienen, was in der Meditation möglich ist und welche Kräfte der Geist mobilisieren kann. Klar wird durch dieses Beispiel sicherlich, dass der Satz: „der Körper folgt dem Geist" der Wahrheit entspricht.
Eine weitere Versuchsreihe bewies, dass man mit meditativen Visualisierungsübungen Muskulatur aufbauen kann. Zwei Gruppen Nichtsportler, mit ähnlichen Tagesabläufen und Ernährungsgewohnheiten, wurden untersucht und ihre Muskel- und Fettmasse gemessen.
Eine Gruppe absolvierte täglich ein kurzes gedankliches Krafttraining, d.h. sie visualisierten sich bei Kraftsportübungen, ohne sich dabei zu bewegen. Die Vergleichsgruppe tat nichts. Schon nach wenigen Wochen hatte die Meditationsgruppe eine Zunahme von weit mehr als 10 Prozent an Muskelmasse zu verzeichnen.
Auch die extremen sportlichen Leistungen der Shaolin-Mönche hängen mit ihrem zusätzliches mentales Training zusammen. Selbst wenn man sich diese Höchstleistungen nicht zum Vorbild nimmt, wird doch klar, welchen großen Nutzen eine regelmäßige Meditation für die Erreichung von Zielen darstellt.
Gezielte Visualisierungen sowie Affirmationen, die im meditativen Zustand ausgeführt werden, beeinflussen die Körperfunktionen. Sie wirken wie Befehle auf den Körper.
Gefühlsübung
In allen Meditationstraditionen werden Gefühle über das Erzeugen von Bildern gesteuert, da das menschliche Gehirn Emotionen hauptsächlich mit Bildern verknüpft. Gerüche, Geschmäcker, Töne und kinästhetische Eindrücke können diese Emotionen noch verstärken. Um im emotionalen Bereich eine Persönlichkeitsentwicklung zu erreichen sind demnach Visualisierungen positiver innerer Bilder nötig. Die Psychoanalyse spricht vom „internalisieren guter Objekte."
Inzwischen ist die therapeutische Wirksamkeit der mentalen Arbeit mit inneren Bildern neurowissenschaftlich belegt. Wolf Singer vom Frankfurter Max-Planck-Institut für Hirnforschung betont die Effektivität dieser Übungsform. Bewusste Visualisierungen können externe, sprich: erlebte Bilder ersetzen: „wie Kernspintomografie-Untersuchungen zeigen, ähneln diese Muster (wenn man sich ein Objekt bildlich vorstellt) bis ins Detail jenen, die man findet, wenn die Probanden das selbe Objekt mit offenen Augen betrachten." Diesen Satz muss man sich merken:
Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen dem, was ich tatsächlich gesehen und erlebt habe und dem, was ich mir visualisiere.
Singers Tests zufolge liegen die besten Meditationzeiten für diese Übungen am Morgen und am Abend. Der Morgen legt die Grundstimmung für den Tag fest. Der Abend steuert die Lernprozesse, die im Schlaf ablaufen.
Herbert Benson, Wolf Singer und der Neurologe Richard Davidson sind sich über folgendes einig: „die Szenen, an die wir uns erinnern oder die wir uns vorstellen, sind für das Gehirn gleichermaßen real."
Anders ausgedrückt: Visualisiere ich Gefühle wie Liebe, Ruhe, Frieden oder Erfüllung, werden sich diese Emotionen in der Realität einstellen.
Durch unser Denken erschaffen wir uns unsere Realität.
Gedankenübung
Die Gedankenübung knüpft an die mantrische Gebetstechnik der Mönche an. Sie besteht aus einer andauernden Wiederholung eines Gebetstextes oder eines Wortes.
Während die Versenkung in Bilder die eigenen Gefühle steuert, ist die Arbeit mit Mantren der Schlüssel zur autonomen Steuerung unserer Gedanken.
Die mentale Unruhe und Hektik des Alltags lässt man durch das mentale Rezitieren eines Mantras hinter sich um z.B. Ruhe, Gelassenheit und Frieden zu erlangen. Durch die Konzentration auf einen Satz und das Ausschalten der vielen hektischen Gedankenfetzen die uns durch den Kopf schießen, wenn wir versuchen „nicht zu denken", setzt sich dieser Satz im Unterbewusstsein fest und wird für uns zur Wahrheit. Diese „neue Wahrheit" wird langsam und stetig unser Handeln beeinflussen und zu den gewünschten Veränderungen führen.
Die mentale Unruhe und Hektik des Alltags lässt man durch das mentale Rezitieren eines Mantras hinter sich um z.B. Ruhe, Gelassenheit und Frieden zu erlangen. Durch die Konzentration auf einen Satz und das Ausschalten der vielen hektischen Gedankenfetzen die uns durch den Kopf schießen, wenn wir versuchen „nicht zu denken", setzt sich dieser Satz im Unterbewusstsein fest und wird für uns zur Wahrheit. Diese „neue Wahrheit" wird langsam und stetig unser Handeln beeinflussen und zu den gewünschten Veränderungen führen.
Auch die die therapeutische Wirkung der Arbeit mit Mantren ist medizinisch bestätigt. Herbert Benson von der Harvard Medical School konnte folgende körperliche Effekte durch das mentale Training mit Mantren nachweisen:
- der Bluthochdruck sank signifikant
- chronische Schmerzen verringerten sich
- 75% der Patienten mit Einschlafstörungen wurden geheilt und konnten wieder normal schlafen – die übrigen 25% erlebten eine Besserung ihrer Schlafstörung.
- bei Krebs- und Aidspatienten reduzierten sich die Symptome, welche in Form von Übelkeit und Erbrechen als Nebenwirkungen der Chemotherapie auftraten
- bei Patienten, die unter Angstzuständen oder leichten bis mittelschweren Depressionen litten, trat eine deutliche Besserung ein
- bei Patienten mit Migräne reduzierten sich die Häufigkeit und Heftigkeit der Anfälle
Schmerz und Wundheilung
Der Nervus Vagus ist der zehnte Hirnnerv und der größte Nerv des Parasympathikus. Er ist an der Regulation der Tätigkeiten fast aller inneren Organe beteiligt. Er bremst Entzündungen und kann durch Meditation angeregt und aktiviert werden. Das ist zumindest eine Möglichkeit Erfolge bei der Aktivierung von Selbstheilungskräften durch die Meditation zu erklären.
Meditation aktiviert die Selbstheilungskräfte.
Selbstbeherrschung
Meditierende die man mit aggressiven Gesprächspartnern konfrontierte blieben erstaunlich entspannt. Die Beobachtungen ergaben, dass Mimik und Physiologie während einer Diskussion praktisch unverändert blieb. Die Meditierenden behielten ihr Lächeln und ihre entspannte Haltung bei und konnten so auf das Verhalten ihrer Gesprächspartner positiv und beruhigend einwirken.
Meditation fördert die Gelassenheit und Selbstbeherrschung.
Dr. Sara W. Lazar arbeitet als Neurowissenschaftlerin in der Psychiatrie des allgemeinen Krankenhauses von Massachusetts und unterrichtet Psychologie an der medizinischen Fakultät der Universität Harvard. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung der neuronalen Mechanismen im Zustand der Meditation.
In den für Sinnesverarbeitung und Aufmerksamkeit zuständigen Hirnarealen wies sie größere Blutgefäße und neuronale Verbindungen nach. Dies führte zur Verdickung der Großhirnrinde, die äußere, an Nervenzellen (Neuronen) reiche Schicht des Großhirns. Dieser Effekt war bei den älteren Versuchspersonen am deutlichsten ausgeprägt und betrug bis zu 5%. Man kann wohl davon ausgehen, dass eine regelmäßige Meditationspraxis die normale, altersbedingte Ausdünnung des Cortex reduziert.
In den für Sinnesverarbeitung und Aufmerksamkeit zuständigen Hirnarealen wies sie größere Blutgefäße und neuronale Verbindungen nach. Dies führte zur Verdickung der Großhirnrinde, die äußere, an Nervenzellen (Neuronen) reiche Schicht des Großhirns. Dieser Effekt war bei den älteren Versuchspersonen am deutlichsten ausgeprägt und betrug bis zu 5%. Man kann wohl davon ausgehen, dass eine regelmäßige Meditationspraxis die normale, altersbedingte Ausdünnung des Cortex reduziert.
Meditation reduziert die Ausdünnung der Großhirnrinde.
Thomas Pfitzer
Praxis für Leistungscoaching und Mentaltraining
Uhlandstr. 8
67069 Ludwigshafen
Tel.: 0176 96 255 796 oder 0621 592 48 92
http://wingwave-rhein-neckar.de
coach@wingwave-rhein-neckar.de
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Donnerstag, 31. Januar 2013
9 Verhaltensmuster, die der Motivation im Wege stehen
9 Verhaltensmuster, die der Motivation im Wege stehen
Was hindert uns eigentlich daran, die Dinge in Angriff zu nehmen, die wir doch so gerne tun möchten?
Warum begehen wir Fehler immer wieder, obwohl uns in wachen und klaren Momenten der Besinnung deutlich wird, was uns diese falschen Entscheidungen an Zeit, Geld und Lebensqualität kosten?
Diese Fragen mit „Faulheit“ zu beantworten wäre zu einfach und wenig schmeichelhaft. Leider ist das, was die Gehirnforschung zu diesem Thema herausgefunden hat, ebenso unangenehm. Der einzige Trost ist, das diese Eigenschaften mehr oder weniger stark bei allen Menschen ausgeprägt bzw. vorhanden sind. Wer es nun schafft sich dieser natürlichen Mängel menschlicher Programmierung jederzeit bewusst zu sein und dem entgegen zu handeln, hat einen außerordentlichen Vorteil gegenüber den restlichen 7 Milliarden.
Die meisten Motivationsseminare arbeiten nach dem Prinzip: Rede den Teilnehmern mit hypnotischem Gequatsche ein Vakuum unter die Schädeldecke, kassiere das Honorar und lasse dich nie mehr blicken. Das „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“ – Gerede ist ebenso alt, wie es dämlich ist. Diese Kurzzeithypnose hält ein paar Wochen an, erhöht kurzfristig die Verkaufszahlen und die Terminfrequenz der Außendienstmitarbeiter und verpufft dann vollständig. Merke: Nur darüber reden, darüber lesen oder sich berieseln lassen in Form von Vorträgen und Hypnose-CDs, bringt langfristig überhaupt nichts.Man muss die Zusammenhänge verstehen und seine Handlungsmuster dem neuen Wissen kontinuierlich anpassen. Nur so wird Wissen zur Handlung und die Handlung zum Automatismus.
Von natur aus beherrscht uns der „innere Schweinehund“, dem wir uns jetzt einmal aus der Sicht der Psychologen und Gehirnforscher widmen wollen.Der innere Schweinehund, wie ihn der Volksmund so bildhaft bezeichnet, setzt sich aus verschiedenen typisch menschlichen Verhaltensweisen zusammen, die ich nachfolgend schildern möchte. Wer sich weigert, sich hier wieder zu erkennen – keine Panik – auch das ist völlig menschlich und wird im Abschnitt „Leugnung“ beschrieben. Alles ganz normal.Was ist das, der „innere Schweinehund“ und aus welchen charakterlichen Bestandteilen setzt er sich zusammen?
Verhaltensmuster 1: Vermeidungsmotivation
Die meisten Entscheidungen, die wir treffen, entstehen aus der Vermeidungs- und nicht aus der Zielmotivation heraus. Psychologen und Hirnforscher erklären das so: In 70% aller Entscheidungen fällt es uns leichter, Gründe zu finden etwas NICHT zu tun, als Gründe dafür zu finden es zu TUN. Da wir gerne den Weg des geringsten Widerstands gehen, haben wir also in 70 von 100 Entscheidungen die bequeme Vermeidung gewählt.Einige Wissenschaftler sprechen auch von einer Art Energiesparmodus – der Mensch versucht immer Energie zu sparen für magere Zeiten. Das scheint ein Überbleibsel aus der Zeit zu sein, als Nahrung knapp und das Verlassen der Höhle mit großen Gefahren verbunden war.
Verhaltensmuster 2: Fluchtziel
Viele Dinge, die sich ein Mensch vornimmt entstehen, weil er sich in der jetzigen Situation unwohl fühlt. Wir wollen weg von stressigen Umgebungen, weg von der Firma oder raus aus der Beziehung. Ein wirkliches Ziel haben wir aber nicht. Fluchtziele führen meist zu Situationen, die zwar anders, aber nicht wirklich besser sind. Fluchtziele führen dazu, dass man das Erstbeste nimmt, das einem die Flucht ermöglicht. Das Erstbeste ist aber nur kurzfristig gut genug. Sobald sich die erste Blindheit gelegt hat und wir die Mängel erkennen, wollen wir auch dort wieder weg. Das nächste Fluchtziel ist definiert.Fluchtziele entstehen, weil sich der Mensch auf das Negative fokussiert, auf das was er NICHT mehr haben will. Fluchtziele sind – und machen uns richtungslos. Fluchtziele eröffnen uns durch ihre Richtungslosigkeit viele Möglichkeiten, die aber nur sehr selten zu einer Verbesserung führen.
Verhaltensmuster 3: Der Preis ist zu hochManchmal warnt uns unsere Intuition, unser Unterbewusstsein. Wir spüren instinktiv, dass der Preis zu hoch ist, den wir zahlen werden. Das Unterbewusstsein blockiert den Beginn „der guten Vorsätze“, schiebt ihn hinaus, lässt uns krank werden oder weicht das Ziel immer mehr auf, bis wir es schließlich ganz beiseite schieben. Das gesetzte Ziel ist nicht richtig gewählt.
Haben wir einige unserer Ziele auf diese Art in Nichts aufgelöst, schleicht sich bei uns schnell der Gedanke ein, dass wir erst gar keine Ziele definieren brauchen, da wir sie ja sowieso nie anpacken. Ergebnis: Null Motivation.
Verhaltensmuster 4: Leidensfähigkeit
Ständiges Leiden macht süchtig. Man kann nach allen Emotionen süchtig werden – auch nach negativen, wie Trauer, Zorn, Frust, Traurigkeit usw. Je länger diese Emotion gelebt wird, desto mehr verstärkt sie sich. Nicht nur Bewegungsabläufe werden durch ständiges Wiederholen gelernt und automatisiert, auch Gedankenabläufe vertiefen und verstärken sich durch diese Art der Konditionierung. Wenn wir erst gewohnt sind zu leiden, sind wir nicht mehr bereit etwas zu ändern. Wir werden süchtig und suhlen uns im Leid. Wir jammern anderen Menschen etwas vor damit wir im Mittelpunkt stehen, schieben die guten Ratschläge aber sofort mit gekonnten Gegenargumenten beiseite: „Habe ich schon versucht – nützt ALLES nichts.“ Damit ist auch gleich der nächste gute Rat eliminiert. Die Motivation zur Veränderung sinkt.
Verhaltensmuster 5: Status Quo erhaltenUnser Gehirn versucht immer den Ist-Zustand zu erhalten, auch dann, wenn dieser Zustand unangenehm ist. Die Angst vor dem Neuen, dem Unbekannten ist größer als die Angst vor dem wohlbekannten Unangenehmen. Jedes Ziel setzt die Bereitschaft zur Veränderung voraus. Wir haben aber genau vor diesen Änderungen Angst, da ihre Ergebnisse ungewiss sind.Den Jetzt-Zustand kennen wir. Wir glauben diesen Daseinszustand unter Kontrolle zu haben und ihn zu beherrschen. Tatsächlich aber beherrscht uns die Angst vor Veränderung.
Verhaltensmuster 6: Angst vor Fehlentscheidungen
Der Mensch fürchtet sich davor Fehlentscheidungen zu treffen. Um Fehler zu vermeiden, entscheiden sich viele Menschen dazu keine Entscheidungen zu treffen und Probleme auszusitzen, wodurch sich die Probleme allerdings meist vervielfachen. Gute Beispiele hierfür finden wir in der Politik und im Management. Das ist auch der Grund für das Einschalten von Beraterfirmen. Denen kann man dann die Schuld in die Schuhe schieben und sich selbst aus der Verantwortung stehlen. Angst killt Motivation.
Verhaltensmuster 7: LeugnungDer Mensch ist ein Ausredenspezialist. Hat man einen Fehler begangen, leugnet man diesen und sucht krampfhaft nach Ausreden und Argumenten, die die Fehlentscheidungen rechtfertigen, wodurch man sich immer mehr in Fehler verstrickt. Gemachte Fehler werden aber nicht nur schöngeredet, um vor seinen Mitmenschen das Gesicht zu wahren, sondern auch um vor sich selbst weiter bestehen zu können – schließlich war man ja immer gerne bereit den anderen ihre Fehler vorzuwerfen. Wer will da schon die eigenen Fehler zugeben?
Verhaltensmuster 8: Selbstüberschätzung
Die meisten Menschen neigen zur Selbstüberschätzung. Bei Umfragen und nachfolgenden Tests stellte man fest, dass der Mensch seine eigene Leistungsfähigkeit und sein Wissen höher einschätzt, als es tatsächlich ist. Besonders die inkompetenten Menschen, schätzen ihr Wissen hoch ein.Inkompetenz sorgt nicht nur dafür, dass man Fehler macht, sondern auch, dass man diese Fehler nicht erkennen kann. Wenn jemand mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß steht, kann er auch die gemachten Fehler nicht erkennen und hält sein Schreiben für gut und fehlerfrei. Wird er kritisiert, ist er beleidigt und fühlt sich ungerecht behandelt, da er seine Fehler nicht als solche wahrnimmt. Er glaubt er sei im Recht und beharrt darauf. Daher sind die inkompetentesten Menschen gleichzeitig die uneinsichtigsten.Da man also glaubt, es sei alles in Ordnung, ändert man nichts. Diese Haltung wirkt der Motivation für neue Ziele und Veränderungen entgegen. Inkompetente wollen keine Veränderungen.
Verhaltensmuster 9: Unverwundbarkeitsglaube
Der Glaube an die eigene Unverwundbarkeit bzw. das eigene Glück ist anscheinend tief im menschlichen Denken verwurzelt. Befragungen ergaben, dass Jungvermählte zwar das Scheitern ANDERER Ehen in 50% der Fälle für wahrscheinlich hielten, aber das Scheitern der eigenen Ehe für unmöglich. Auch Raucher sind anscheinend der Meinung, dass Lungenkrebs nur die anderen bekommen. Sie fanden alle viele Argumente, warum ausgerechnet sie KEINEN Krebs bekommen werden. Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kamen Untersuchungen, die sich mit den Themen Unfälle, Betrug usw. befassten. Das Negative passiert immer nur den anderen, selbst wenn man selbst zur gefährdeten Gruppe gehört.
Wer sich dieser Naivität hingibt, kann natürlich keine Motivation aufbauen um etwas an sich und an seinem Leben zu ändern – es ist ja alles in bester Ordnung.
Wenn Du Dich an der ein oder anderen Stelle wiedererkannt hast, ist das ein Grund zur Freude – kein Grund zur Verzweiflung! Wie bereits gesagt: Das alles ist menschliches Verhalten, das uns alle betrifft. Wenn wir uns dieses Wissen um das Zustandekommen unserer Emotionen und Handlungen hin und wieder vor Augen führen, verbessern wir uns ständig und eine fehlende oder schwache Motivation ist bald kein Thema mehr.
Praxis für Leistungscoaching und Mentaltraining
Thomas Pfitzer
Uhlandstr. 8
67069 Ludwigshafen
0621 592 48 92
www.wingwave-rhein-neckar.de
coach@wingwave-rhein-neckar.de
Sonntag, 20. Januar 2013
bei der Selbsterkenntnis hört der Spaß auf!
Bei der Selbsterkenntnis hört der Spaß auf!
Auf einer Geburtstagsfeier kam ich mit einem Mann ins Gespräch, der mich ein wenig über meinen Beruf ausfragte. Wir kamen von NLP zur Meditation und von der Hypnose zum Huna. Bei den Themen Stress-Prävention, Abbau von Ängsten und Aufbau von Selbstbewusstsein war er interessiert und erachtete meine Arbeit als sinnvoll. Das änderte sich schlagartig, als wir mehr zur philosophischen Betrachtungsweise wechselten und es um Themen wie Selbsterkenntnis, Lebenssinn, Vergebung, Selbstverzeihen und die daraus resultierende Gelassenheit ging.
Er wollte partout nicht gelassen sein. „Ich will mich ärgern. Ich habe ein Recht mich zu ärgern – über Dummheit, Inkompetenz, Korruption und Vetternwirtschaft und vieles mehr. Zum Beispiel darüber, dass die EU klammheimlich die Wasserversorgung privatisieren will und man damit schon begonnen hat. In Portugal hat man eine bankrotte Gemeinde gezwungen die Wasserrechte zu verkaufen. Die Bürger haben jetzt eine Preissteigerung von 400% zu tragen und die Wasserqualität ist auch noch schlechter geworden!“
Er war sichtlich zornig. Ich hatte den Artikel über die Portugiesische Gemeinde auch gelesen und wir unterhielten uns ein wenig über die ca. 2% der Weltbevölkerung, die 90% der Ressourcen besitzen und ihre Macht und ihren Reichtum dazu nutzen selbiges zu vermehren. Gerade so, als mache es Sinn aus einem Privatvermögen von 200 Millionen, eines von 300 Millionen zu machen. Auch mir ist nicht ganz klar, was man mit soviel Geld anfangen soll, aber bitte – wen es glücklich macht…
Was passiert aber mit meiner Lebensqualität, wenn ich mich über Dinge ärgere, die ich nicht ändern kann? Kann ich wirklich nicht?
Mein Gesprächspartner war der Meinung, dass man machtlos wäre gegen die Entscheidungen der Politiker. Wer sich allerdings in diese Opferrolle begibt, dem bleibt am Ende tatsächlich nur der Frust. Aber es gibt andere Möglichkeiten. Er könnte sich politisch betätigen und zumindest Unterschriftensammlungen im Internet unterstützen und weiterverbreiten, die sich mit genau diesen Themen befassen. Es ist ja wirklich nicht so, als gäbe es keine Plattformen im Internet bei denen man sich engagieren könnte.
Diesen Vorschlag lehnte er aber ab. Er habe für so etwas keine Zeit. Er zahle Steuern, damit sich andere darum kümmern.
Um auf die Lebensqualität zurück zu kommen: Aktiv etwas dagegen tun ist eine Möglichkeit – den Stressfaktor durch Selbsterkenntnis beseitigen, ist die zweite Variante. Genau an diesem Punkt wurde unser Gespräch zum Streitgespräch, da ihn meine Behauptungen erst richtig auf die Palme brachten.
Ich behauptete folgendes:
Alles, worüber sie sich bei anderen Menschen ärgern, ist ihr eigener Charakterzug. Ihr Gegenüber hält ihnen einen Spiegel vor, in dem sie ihr eigenes (unschönes) ICH erkennen. Sie erkennen in der anderen Person eine Charaktereigenschaft, die sie nicht haben möchten und die sie auch permanent bei sich selbst leugnen. Ihr Unterbewusstsein ist sich dieser Eigenschaft aber durchaus bewusst und signalisiert ihnen das durch Zorn.
Alles, worüber sie sich bei anderen Menschen ärgern, ist ihr eigener Charakterzug. Ihr Gegenüber hält ihnen einen Spiegel vor, in dem sie ihr eigenes (unschönes) ICH erkennen. Sie erkennen in der anderen Person eine Charaktereigenschaft, die sie nicht haben möchten und die sie auch permanent bei sich selbst leugnen. Ihr Unterbewusstsein ist sich dieser Eigenschaft aber durchaus bewusst und signalisiert ihnen das durch Zorn.
Hätten sie diese Eigenschaft nicht, würden sie sich über den anderen nicht ärgern. Er würde sie nur verwundern aber nicht aufregen; vielleicht hätten sie sogar Mitleid mit ihm, weil ihnen bewusst wäre, wie schwer es dieser Mensch mit so einem Charakter haben muss. Schließlich werden schlechte Eigenschaften selten geliebt, oder?
Die Buddhisten, die Huna-Heiler und einige Philosophen sagen nun folgendes: Alles was du leugnest, verdrängst und bekämpfst wird stärker – das gilt auch für schlechte Charaktereigenschaften. Was du in Liebe annimmst, dir vergibst und anderen vergibst, löst sich auf. Dafür gibt es schöne Übungen im NLP, der energetischen Psychologie und einigen Meditationspraktiken.
Wer diese Übungen macht, hat sich nach einiger Zeit seine Blockaden und Hemmnisse vergeben. Das führt dazu, dass sie sich Stück für Stück auflösen. Erst langsam, dann immer öfter kommen falsche Handlungsweisen, die wie automatisch abgespulte Programme ablaufen, in unser Wachbewusstsein und können dann noch rechtzeitig gestoppt oder gemildert werden, bis sie schließlich ganz verschwinden.
Da wir uns nun selbst von diesen Denk- und Handlungsweisen befreit haben, regen wir uns über gleiche Handlungen bei anderen Menschen nicht mehr auf. Wir werden gelassen, denn wir können verzeihen und sind glücklich, selbst nicht mehr so zu agieren.
Diese Gelassenheit wird zu unserer Ausstrahlung. Andere erkennen diese friedvolle Ausstrahlung und passen sich an. Da wir nicht mehr aggressiv reagieren, hat auch unser Gegenüber keinen Grund mehr dazu.
Was meinem Gesprächspartner an diesem Abend so schwer viel, war anzuerkennen, dass auch er Korruption und Vetternwirtschaft unterstützt. Natürlich tut er das nicht – aber nur deshalb, weil er nicht die Möglichkeit dazu hat. Er ist kein Politiker oder hoher Beamter, der sich für die Unterzeichnung eines leicht geänderten Gesetzestextes mal schnell ein Einfamilienhaus dazu verdient. Was wäre aber, wenn er in dieser Position wäre? Was wäre mit uns allen? Würden wir ein großzügiges Angebot eines namhaften Konzerns, der die Wasserversorgung privatisiert haben möchte, um in dieses Geschäft einzusteigen, ablehnen? Ganz ehrlich? Ist es nicht so, dass die Möglichkeit der Korruption uns erst korrupt macht? Haben wir dann das Recht uns aufzuregen?
Nein, aber wir haben das Recht aktiv zu werden – unseres Seelenfriedens und unserer Gelassenheit zuliebe!
Das Leben ist nur geliehen. Wir müssen es zurückgeben – früher oder später. Die Frage ist nicht wann wir es zurückgeben, sondern in welchem Zustand.
Text von und herzlichen Dank an:
Thomas Pfitzer
Praxis für Leistungscoaching und Mentaltraining
Uhlandstr. 8
67069 Ludwigshafen
Tel.: 0176 96 255 796 oder 0621 592 48 92
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Freitag, 11. Januar 2013
Gute Vorsätze 2013
Warum die guten Vorsätze für das neue Jahr so selten umgesetzt werden.
Grund
1: Vermeidungsmotivation
Die
meisten Entscheidungen, die wir treffen, entstehen aus der
Vermeidungs- und nicht aus der Zielmotivation heraus. Psychologen und
Hirnforscher erklären das so: In 70% aller Entscheidungen fällt es
uns leichter, Gründe zu finden etwas NICHT zu tun, als Gründe zu
finden es zu TUN.
Grund
2: Fluchtziel
Viele
Dinge, die sich ein Mensch vornimmt entstehen, weil er sich in der
jetzigen Situation unwohl fühlt. Wir wollen weg von stressigen
Umgebungen, weg von der Firma oder raus aus der Beziehung. Ein
wirkliches Ziel haben wir aber nicht. Fluchtziele führen meist zu
Situationen, die zwar anders, aber nicht wirklich besser sind.
Fluchtziele führen dazu, dass man das Erstbeste nimmt, das einem die
„Flucht“ ermöglicht. Das Erstbeste ist aber nur kurzzeitig gut
genug.
Grund
3: Abgleich mit den inneren Werten
Viele
Ziele, die sich Menschen setzen, sind gar nicht ihre eigenen Ziele.
Sie werden „eingepflanzt“ durch Freunde, Familie und Werbung. Da
wir uns zu sehr mit der Aussenwelt und zu wenig mit uns selbst
befassen, sind wir Manipulationen oft hilflos ausgeliefert und
glauben, bestimmte Dinge tun zu müssen und halten das für unsere
Ziele. Haben wir sie dann erreicht, sind wir unglücklich.
Ziele
müssen hart erarbeitet werden. Man muss viel über sich wissen und
erkennen, welchen Preis man bereit ist zu zahlen. Denn kein Ziel,
keine Veränderung gibt es umsonst. Da helfen auch keine noch so
netten Weisheitssprüche. Veränderungen, die erfolgreich sein
sollen, müssen erkämpft werden.
Ich
kann hier nur kurz die wichtigsten Punkte für die Zielerrarbeitung
und -erreichung beschreiben.
„Systeme
entwickeln sich immer in die Richtung, in welche wir die
Aufmerksamkeit lenken“ besagt ein Lehrsatz aus der Systemtheorie.
Ziele
sind solche Aufmerksamkeitspunkte. Sobald ein Ziel gesetzt ist,
beginnt das Gehirn automatisch mit dem Prozess der Zielerreichung.
Wir fokussieren uns auf ein Ziel, machen uns ein Bild davon und
stellen uns vor, wie wir dieses Ziel erreichen und wie wir uns dabei
fühlen. Das „Fühlen“ ist in Verbindung mit einem Bild besonders
wichtig, weil Emotionen sich am besten in Form von Bildern im Gehirn
speichern lassen. Verstärken kann man diese Ziel-Emotion durch eine
Visualisierung mit allen Sinnen. Das bedeutet, dass wir uns im Moment
der Zielerreichung wie in einem Film visualisieren und uns dabei
nicht nur sehen, sondern alle Sinne (Hören, Fühlen, Riechen und
Schmecken) mit einbeziehen. Man könnte sich zum Beispiel eine Feier
vorstellen und dabei den Klang der anstoßenden Sektgläser „hören“,
die Stimmen von Freunden, die zum Erfolg gratulieren, den Duft des
Bratens auf dem Buffet usw. Je deutlicher und prägnanter die
Visualisierung ausfällt, desto stärker ist die Fokussierung des
Unterbewusstseins.
Daher
ist es auch wichtig bei größeren Zielen einzelne Etappenziele
festzulegen und diese bei Erreichung gebührend zu feiern. Die Feier
und die Belohnung für den (Teil)-Erfolg, sorgt für einen weiteren
Antrieb im Unterbewusstsein. Man gewinnt bei jedem Teilsieg an
Selbstvertrauen und erkennt, besonders bei großen Zielen, dass man
voran kommt.
Etappenziele
haben auch den Vorteil, dass auftretende Schwierigkeiten leichter
behoben werden können. Man muss nur ein Etappenziel ändern oder
verschieben. Am großen Ziel ändert es nichts. Hat man keine
Etappenziele eingebaut, neigt man bei der ersten größeren Blockade
schneller dazu, das ganze Ziel sausen zu lassen.
Erfolgreiche
Sportler nutzen diese Mentaltrainingstechniken regelmäßig. Sie
visualisieren sich beim gelungenen, perfekten Ablauf ihrer Disziplin
und sehen sich danach auf dem Siegerpodest oder umgeben von Trainern
und Betreuern, die ihnen gratulieren. Die Redewendung: „Das Ziel
klar vor Augen haben“, kann man wörtlich nehmen.
Viele
verwechseln aber Wünsche mit Zielen.
Es
ist durchaus richtig, dass Menschen, die sich intensiv etwas
wünschen, das auch bekommen. Nicht umsonst waren die Bücher
„Bestellungen beim Universum“ und ähnliche Werke ein großer
Erfolg. Wenn sich Menschen intensiv etwas Wünschen und es wie oben
beschrieben visualisieren, ist das Gehirn auf dieses Ziel fokussiert
und man beginnt spezifisch die Dinge wahrzunehmen, die zur
Wunscherfüllung führen. Früher oder später wird das „Wunschziel“
erreicht.
Nur
- heißt es nicht auch: „Sei vorsichtig, was du dir wünschst, es
könnte in Erfüllung gehen?“
Bestellungen
funktionieren, weil wir unser Gehirn, sprich Unterbewusstsein, durch
Visualisierung des Zielergebnisses auf genau dieses Ziel
programmieren. Wir fokussieren uns auf eine bestimmte Sache und sehen
dadurch nur noch Dinge, die uns auf dem Weg zum Ziel halten. Im
negativen Sinne funktioniert das natürlich auch bestens. Negative
Glaubenssätze werden dadurch verstärkt, weil unser Verhalten
unbewusst die Glaubenssätze beweisen will. Diese
Self-Fullfilling-Prophecy ist lange bekannt und wird in alten magischen
Ritualen ebenso genutzt, wie in der modernen Psychologie. Das Problem
bei diesen Spielchen mit der "positiven Fokussierung" ist
der, dass scheinbar niemand auf die Idee gekommen ist, dass ALLES
SEINEN PREIS hat. Verlange ich an einer Stelle viel, werde ich an
anderer Stelle dafür etwas hergeben müssen. Ich kann nicht immer
nur fordern. Kluge und sinnvolle Ziele müssen richtig erarbeitet und
die Folgen analysiert werden. Ich muss mir klar sein, was es für
Folgen für meine Gesundheit, Familie, Umwelt, Natur, Freunde usw.
haben wird - und ob ich bereit bin den Preis (Einsamkeit, viel
Arbeit, Neid anderer usw.) zu zahlen.
Viele
Menschen erreichen tolle Ziele und sind trotzdem tot-unglücklich
Warum gibt es wohl so viele Stars die Drogen, Tabletten und Alkohol
konsumieren oder sich das Leben nehmen? Wir sind fassungslos, wenn
wir erfahren, dass sich ein Mensch, der (angeblich) alles erreicht
hat, was man sich nur Wünschen kann, den Freitod gewählt hat oder
sich langsam aber sicher selbst gesundheitlich ruiniert. Diese
Menschen haben ihre großen Wünsche umgesetzt, ohne sich des Preises
bewusst zu sein. Sie hätten vielleicht ein anderes Ziel gewählt,
wenn sie ihr Ziel vorab richtig analysiert hätten.
Ein
gutes Ziel ist etwas, was ich zuerst mit meinen inneren "Werten"
abgleichen muss. Werte sind zB: Gesundheit, Familie, Treue,
Ehrlichkeit und viele mehr. Monetäre Ziele fallen da ganz schnell
durch, weil "innere Werte" nichts mit Geld zu tun haben.
Werte
üben in unserem Unterbewusstsein immer mehr Macht aus als das Ziel.
Passt also ein Ziel nicht zu meinen inneren Werten, werde ich es
entweder nicht erreichen, weil mein Unterbewusstsein blockiert, oder
ich erreiche es und bin unglücklich, weil der Preis zu hoch war. Das
allein ist der Grund, warum Bestellungen beim Universum nicht
wirklich sinnvoll sind. Sie sind einfach zu wenig durchdacht.
Wie
finde ich mein ökologisches, sinnvolles Ziel?
Ziele
werden geplant, Hindernisse analysiert und Möglichkeiten der
Beseitigung erarbeitet. Nötige Ressourcen werden aufgelistet,
fehlende Ressourcen beschafft oder erarbeitet.
Die
intensive Beschäftigung mit dem Ziel und das Erkennen von
Hindernissen und möglichen Folgen für uns und andere, ist der
eigentliche Unterschied zwischen Ziel und Wunsch.
Die
Erarbeitung eines sinnvollen und erreichbaren Ziels, das uns nicht
mehr kostet, als uns lieb ist, ist ein gutes Stück Arbeit. Es müssen
nicht nur zuerst die Werte erkannt werden, sondern auch die
Universalgesetze (Gesetz der Anziehung und Gesetz der Polarität)
müssen verstanden werden. Bloßes Wünschen und Hoffen ist zu wenig.
Praxis für Leistungscoaching und
Mentaltraining
Thomas Pfitzer
Uhlandstr. 8
67069 Ludwigshafen
0621 592 48 92
www.wingwave-rhein-neckar.de
coach@wingwave-rhein-neckar.de
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Guter und schlechter Stress?
Die
Forscher Holmes und Rahe haben in einer Studie die häufigsten
Stressoren (Stressauslöser) ermittelt. Die Auflistung enthält die
mittleren Stress-Werte auf einer Skala von 1 bis 100.
Interessant
ist dabei, dass auch positive Situationen Stress verursachen. Einige
Fachleute vertreten aber die Meinung, dass dieser sogenannte positive
Stress nicht schädlich ist; d.h. keine Zellen im Hippocampus
zerstört, sondern motivierend und leistungssteigernd wirkt. Ich
glaube eher, dass es darauf ankommt, wie lange der Stress anhält.
Kurzzeitiger Stress ist motivierend und anregend – Dauerstress,
egal welcher Art, führt zum Zelltod im Hippocampus und dadurch zu
schlechteren Gedächtnisleistungen.
1
Tod des Ehepartners 100
2
Scheidung 73 (bei Kindern: Scheidung der Eltern 90)
3
Trennung (keine Ehe) 65
4
Haftstrafe 63
5
Tod eines Familienangehörigen 63
6
Eigene Verletzung oder Krankheit 53
7
Heirat 50
8
Verlust des Arbeitsplatzes 47
9
Aussöhnung mit dem Ehepartner 45
10
Pensionierung 45
11
Änderung im Gesundheitszustand eines Familienangehörigen 44
12
Schwangerschaft 40
13
Sexuelle Schwierigkeiten 39
14
Familienzuwachs 39
15
Geschäftliche Veränderung 39
16
Erhebliche Einkommensveränderung 38
17
Tod eines nahen Freundes 37
18
Berufswechsel 36
19
Änderung in der Häufung der Auseinandersetzungen mit dem Ehepartner
35
20
Aufnahme eines Kredites über 10.000 $ 31
21
Kündigung eines Darlehens 30
22
Veränderung im beruflichen Verantwortungsbereich 29
23
Kinder verlassen das Elternhaus 29
24
Ärger mit der angeheirateten Verwandtschaft 29
25
Großer persönlicher Erfolg 28
26
Anfang oder Ende der Berufstätigkeit der Ehefrau 26
27
Schulbeginn oder -abschluss 26
28
Änderung des Lebensstandards 25
29
Änderung persönlicher Gewohnheiten 24
30
Ärger mit dem Vorgesetzten 23
31
Änderung von Arbeitszeit und -bedingungen 20
32
Wohnungswechsel 20
33
Schulwechsel 20
34
Änderung der Freizeitgewohnheiten 19
35
Änderung der kirchlichen Gewohnheiten 19
36
Änderungen der gesellschaftlichen Gewohnheiten 18
37
Aufnahme eines Kredites unter 10.000 $ 17
38
Änderung der Schlafgewohnheiten 16
39
Änderung der Häufigkeit familiärer Kontakte 15
40
Änderung der Essgewohnheiten 15
41
Urlaub 13
42
Weihnachten 13
43
Geringfügige Gesetzesübertretungen 11
Zu
den gesundheitlichen Folgen von Dauerstress siehe:
http://www.wingwave-rhein-neckar.de/stress.html
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